Digital Self
Danny Van 2025
Wie verändert sich die Wahrnehmung, wenn man sich selbst als Deepfake gegenübersteht? Welche Gefühle, Zweifel oder Reflexionen entstehen, wenn die Grenzen zwischen der eigenen Identität und ihrer künstlichen Reproduktion verschwimmen?
KI-generierte Inhalte und Deepfakes durchdringen unseren Alltag rasant. Das Vertrauen in Medien schwindet, doch das Phänomen bleibt für viele abstrakt. Der Anspruch dieser Masterarbeit war es, einen Weg zu finden, um die komplexen, unsichtbaren Prozesse der KI-Bildgenerierung physisch und emotional greifbar zu machen. Ziel ist ein zugängliches Erlebnis, das die Nutzer:innen zur kritischen Reflexion über ihre Medienkompetenz, Vertrauen und ihre digitale Identität anregt.
Anstatt diese komplexe Entwicklung von generativer KI nur theoretisch zu diskutieren, macht die Installation „digital self“ das abstrakte Phänomen „Deepfake“ physisch und emotional greifbar. Die interaktive Rauminstallation ermöglicht es den Besucher:innen, ihrem eigenen, täuschend echten digitalen Klon gegenüberzutreten.
Die Installation „digital self“ übersetzt abstrakte KI in ein intuitives Erlebnis. Über ein Frontend nehmen Nutzer:innen ein Foto und zehn Sekunden Audio auf. Im Backend verschmelzen KI-Prozesse: Voice Cloning imitiert die Stimme, Image-to-Video- und Lipsync-Modelle animieren das Gesicht. Nach nur 30 bis 80 Sekunden Wartezeit antwortet der eigene digitale Klon in Echtzeit auf das Gesprochene. digital self“ will nicht belehrend wirken, sondern lädt zum Experimentieren ein.
Masterarbeit
Betreuer:in: Jörg Waldschütz, Paul Ferragut
Kategorien: Immersive, Spatial, Speculative
Ausgezeichnet mit:
see-Conference
WDC–Campus: young talents at work
Masterarbeit
Betreuer:in: Jörg Waldschütz, Paul Ferragut
Kategorien: Immersive, Spatial, Speculative