Hör mir zu.
Matea Rimac 2025
Der Gaza-Krieg ist ein hochkomplexer und politisch aufgeladener Konflikt, der seit Jahrzehnten andauert. Seit dem 7. Oktober 23 eskaliert er weiter und trifft vor allem die Zivilist:innen. Im Netz kursieren brutale Bilder von Kriegszenen, die viele Menschen wegsehen lassen. Wie kann das menschliche Leid im Nahost-Konflikt sichtbar gemacht werden, ohne einseitig Stellung zu beziehen? Und wie lässt sich eine universelle, menschliche Perspektive vermitteln, die Empathie statt Abwehrhaltung erzeugt?
Eine audiobasierte Ausstellung, die Geschichten von Menschen aus Gaza und Israel erlebbar macht – ohne brutale Bilder. „Hör mir zu.“ nutzt einen minimalistischen Raum mit einem Steinweg. Diese subtile Anspielung auf Trümmer führt die Besucher:innen zur Hörstation. Im Ausstellungsraum laufen leise Originalaufnahmen der Betroffenen, die die Besucher:innen zunächst nicht einordnen können.
Das Hören dieser Geschichten über Kopfhörer in deutscher Sprache bricht die Distanz, schafft eine direkte, emotionale Verbindung und macht das, was für einige zuvor fremd war, nahbar und real. Die Texte beginnen mit persönlichen Details, gehen dann auf die individuelle Situation ein und enden mit einem Wunsch der Betroffenen für die Zukunft. „Hör mir zu.“ rückt nicht nur die Menschlichkeit wieder in den Fokus, sondern konfrontiert die Besucher:innen auch mit der Menschlichkeit der Betroffenen.
Semesterarbeit
Betreuer:in: Betty Schimmelpfenning
Kategorien: Film & Animation, Immersive, Sound, Spatial
Ausgezeichnet mit:
ADC Talent Award Auszeichnung (2x)
Semesterarbeit
Betreuer:in: Betty Schimmelpfenning
Kategorien: Film & Animation, Immersive, Sound, Spatial